Allergien gegen Metalle ─ Wie erkenne ich meine Unverträglichkeit, was kann ich tun?

Metallallergien sind aus dem medizinischen Bereich und beim Tragen von Schmuck bekannt. Sie treten insbesondere gegen Nickel, Kobalt, Quecksilber und auch nicht völlig reines Titan (das es faktisch nicht gibt) auf, im Schmuckbereich sind es Beimengungen von Kupfer und Blei, die bei Gold-, Silber- und Platinschmuck allergene Reaktionen verursachen. Das Problem kann im medizinischen Bereich für die Träger von Zahn- und anderen Prothesen prekär werden. Bei Zahnprothesen ist ein metallener Geschmack im Mund das einfachste und eindeutigste Anzeichen für eine Metallallergie.

Metallallergie

Metallallergie

© F1online/Thinkstock

Die Metallallergie ist wie jede Allergie eine überschießende Reaktion gegen das Allergen, die Symptome bei Metallallergien sind neben einem Metallgeschmack im Mund bei Zahnprothesen vor allem Rötungen und ernstere Entzündungen. SchmuckträgerInnen können vor allem auf sehr reinen Schmuck achten, wenn sich die Allergie beim ersten Billig-Schmuck, meist in der Jugend, gezeigt hat. Gold und Silber ab bestimmten Legierungen in der Nähe absoluter Reinheit lösen so gut wie keine Allergien mehr aus, entsprechende Fälle sind nicht bekannt. Bei Zahnprothesen gibt es Alternativen. Schwierig wird es bei manchen Körperprothesen wie künstlichen Gelenken aus Titan, bei denen die Technologie bislang die Verwendung des Stoffes vorsieht. Zu erkennen ist die Allergie durch ein zwar generalisiertes, aber lokal sehr auf die OP-Wunde eingegrenztes Ekzem. Problematisch kann eine Metallallergie für körperinnere Prothesen deshalb werden, weil die Reaktion auch erst nach Jahren eintreten kann. Unter den Operateuren und Herstellern der Prothese wird diskutiert, ob die Allergene sich nicht erst durch die Bewegung der Prothese und die darauf folgenden Materialveränderungen ergibt, denn sowohl Stahl als auch Titan setzen Rost oder Chrom, Nickel und Kobalt frei, wenn sie abgerieben werden. Es ist denkbar, bei der Kenntnis einer Metallallergie auf bestimmte Metalle gänzlich zu verzichten, auch wenn das die Funktion der Prothese einschränken sollte.

Der Metallallergie-Test

Dieser Test wird als Provokationstest durchgeführt, bei dem das Blut der Patienten auf die Bildung entsprechender Antikörper untersucht wird. Schmuckträger, die von Heuschnupfen und Neurodermitis betroffen sind, müssen mit einer Metallallergie rechnen und sollten den Test obligatorisch durchführen lassen. Vor dem Einsetzen von Körper- und Zahnprothesen wird der Epikutantest durchgeführt, der imstande ist, auch mögliche Spätallergien aufzuspüren. Bei diesem Test werden die auszutestenden Allergene mittels Pflaster auf der Haut für 24 Stunden fixiert, um die Reaktion zu testen, gleichzeitig wird ein Laborabstrich vorgenommen. Damit kann das entsprechende Metall aus der Verwendung ausgeschlossen werden.

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